Frühjahrstouren im Naturpark Schwäbisch-Fränkischer Wald

  • Posted on: 09.04.2021
  • By: Stefan Steuer

Der Abschluss
Zum Abschluss dieser Woche möchte sich die Tourenleitung bei allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern für das ausdauernde Mitmachen bei dieser kurzfristig ins Leben gerufenen Etappenfahrt durch den Schwäbisch-Fränkischen Wald, unser Heimatrevier, bedanken. Ebenso geht der Dank an Karl-Heinz und den BDR, dass die Änderung unbürokratisch und schnell umgesetzt werden konnte. Es hat Freude gemacht, zu sehen, mit welch hohem Engagement die Teilnehmer, trotz der teilweise miesen Wetterbedingungen, diesen getrotzt und sich den Spaß am Radeln nicht nehmen lassen haben. Abgesehen von einer akrobatischen Einlage in Künzelsau, verliefen alle Touren ohne technische Probleme – es gab nicht mal eine Reifenpanne während der ganzen Woche. Alle hatten ihre Ausrüstung im Griff.

Die Statistik:
Insgesamt wurden gemeinsam 5150 km mit fast 70000 Hm geradelt, Chapeau! Durchschnittlich sind bei jeder Tour sechs Teilnehmerinnen und Teilnehmer mitgeradelt, das bei einem sogenannten Bergfaktor von fast 14! Und das, obwohl die Witterung oft eine zusätzliche Erschwernis darstellte, das war so nicht zu erwarten. Vielleicht kann sich ja der eine oder die andere im nächsten Jahr 2022 eine Teilnahme am Frühjahrstraining in Südtirol vorstellen, wofür diese Tourenwoche ja der würdige Ersatz war.

Hoffen wir, dass wir bald wieder frei und ohne Beschränkungen durch Corona unserem Hobby nachgehen können. Im Freien soll die Ansteckungswahrscheinlichkeit mit Corona ja ziemlich gering sein. Vielleicht sehen wir uns noch bei der einen oder anderen RTF oder gar einem Radmarathon – sofern diese denn stattfinden. Und natürlich sehen sich die meisten der Teilnehmer hoffentlich gesund bei der „Tour de Pyrénées“ wieder.

Also immer Sonne in den Speichen, unfallfreie Fahrt und viele unbeschwerte Radkilometer.

17.04.2021 – „Zum / vom Ebersberg nach Necklinsberg, Kanapee und Buch-Eich“
Auf der letzten Tour der Radwoche mit dem treffenden Namen „Zum / vom Ebersberg nach Necklinsberg, Kanapee und Buch-Eich“ ging es noch einmal in die vollen – mindestens, wenn es um die Anstiege ging. Man könnte die Tour auch unter das Motto „Zeig uns die fiesesten Anstiege im Kreis“ stellen. Wer den Ebersberg noch nicht kannte, nun, jetzt weiß frau und man Bescheid. Auch der Anstieg von Lindental nach Necklinsberg erforderte nachdrückliche Pedalumdrehungen. Und was der Tourenplaner gerne eher in einem Nebensatz erwähnt, ist der Anstieg nach Oberschöntal – das könnte auch Absicht gewesen sein. Auf anraten von Gunter sollte auf jeden Fall eine Bäckerei als Zwischenstopp angefahren werden, die übrigen Teilnehmer haben es dankend angenommen. Dieser Herzenswunsch ging dann in Aspach in Erfüllung. Da sage mal noch einer, Radfahren wäre nicht für alle Sinne geeignet.

So gestärkt ging es anschließend über den Anstieg über Altersberg zum Kanapee und Buch-Eich. Weiter führte der Weg dann noch über den Richtung Schiffrain führenden, mittlerweile gut asphaltierten „Tillmann-Weber-Weg“, einen Abstecher zur Klinik Wilhelmsheim zu machen und die grandiose Aussicht zu genießen. Die Burg Reichenberg im Blick ging es dann wieder zurück – bei leichtem Sonnenschein und fast 10 Grad! Ja wirklich, heute waren mal kein Schnee und Graupel dabei. Nach einer Woche knackigen Touren mögen ja die 80 km und 1350 Hm von heute nicht viel klingen, aber man spürt es dann doch in den Beinen (wo sonst?).

16.04.2021 – „Über die großen Hügel des Rems-Murr-Kreises“
Auch heute am 16.04.2021 ging es wieder hoch hinaus – und das bereits nach fast einer ganzen Woche auf dem Rad bei Wind, Wetter, Graupel und Schnee und winterlichen Temperaturen. Nur die Sonne war ein eher seltener Gast, eigentlich schade. Mit der heutigen Tour „Über die großen Hügel des Rems-Murr-Kreises“ mit einer Distanz von 110 km und Höhenmetern satt, es waren fast 2000 Hm, ist ein solides Fundament für die kommende Radsaison geschaffen. Dafür einen Respekt! Heute hat der Wettergott die Radlerinnen und Radler vor Regen verschont, auch wenn es in Welzheim ein paar einzelne Graupel setzte. Als dann noch Mitradler Christian mit etwas erhöhtem Sauerstoffbedarf die Gruppe einholte, war die Radlertruppe vollzählig. Allerdings durfte sich Christian wegen seines – sagen wir mal – aufs nötigste reduzierten Outfits bei drei Grad (immerhin plus!) weiterhin mit erhöhter Kurbelgeschwindigkeit auf eine Alleinfahrt begeben – der Heizung wegen. Bei Radfahrern ist das anders als im Auto, hier klappt die Heizung nur, wenn es den Berg hoch geht oder eben die Kurbelumdrehungen pro Minute stimmen. So genossen doch alle Teilnehmer noch die hochprozentige Streckenführung der Tour. So kam es auch, dass in Gschwend und in Wüstenrot die Bäckereien einen etwas erhöhten Umsatz hatten, schließlich muss man bei solch einem Output auch für den passenden Input sorgen, sonst geht alles kaputt….

Hinter Stangenbach gab es dann nach den neu aufgenommenen Kalorien neuen Mut, um nach dem ganzen „umi“, „ani“, „abi“ auch noch ein „aufi“ – oder auch „obi“ folgen zu lassen. Es ging quasi gegenüber der Ausfahrt von Stocksberg gleich wieder das Sträßle nach Stocksberg hoch, da machen dann auch die Teerknubbel nicht so viel aus wie bei der entsprechenden Abfahrt. Dieser Anstieg ist ein gutes Beispiel für die Radler-Heizung, so dass es offenbar allen nicht zu viel war, bei den aktuellen Temperaturen mal wieder ein bisschen einzuheizen. Der Rest des Weges bis Buch-Eich war dann ein Klacks für alle. Dazu gibt es wieder ein Beweisfoto am Ende des Beitrags.

Am morgigen Samstag, 17.04.2021 folgt dann auch schon die letzte Tour der Woche. Da die Wetteraussichten sich etwas gebessert haben, wird die normale Startzeit bis 9.00 Uhr angepeilt. Die Streckendaten sind bereits versendet worden und gelten wie bekannt.

15.04.2021 – keine geführte Tour, aber individuelle Touren sind möglich

14.04.2021 – „Weinsberger Tal und Waldenburger Berge“
Heute sollte die Zähigkeit der Teilnehmer auf eine harte Probe gestellt werden. Das trat auch ein, aber anders als ursprünglich gedacht. Eigentlich reichen die Streckendaten mit 150 km und rund 1800 Hm völlig aus, um im Anschluss an die Tour ein Gefühl der Zufriedenheit zu erzeugen. Womit aber keiner so wirklich gerechnet hatte, war – wieder einmal – das Wetter. Immer wieder Graupel- und Schneeschauer, wie etwa bei Sindringen am Kocher, da war die größere Portion Motivation nötig. Immerhin, zuvor konnten die Teilnehmer noch den Kocher-Jagst-Tal Radweg für sich alleine befahren. So sorgten denn auch die Witterungsbedingungen in der Nähe von Künzelsau für die eine oder andere akrobatische Fahreinlage, aber mit glücklichem Ende bei Fahrer und Rad. Trotz der zum Teil sehr widrigen Umstände wurde die Tour durchgezogen, es spornte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer eher etwas an – oder hat die Aussicht auf die warme Dusche im Anschluss so motiviert?

Immerhin gegen Ende der Tour, die heute gerade wegen der Umstände sogar mehr als acht Stunden in Anspruch nahm, zeigte sich der Wettergott wieder etwas versöhnlicher. Nur eine neue Heizung, die könnte sich Petrus doch mal zulegen – selbst erfahrene Meteorologen finden, dass die Temperaturen zur Zeit unüblich niedrig sind. Auch die Weinreben, Kirsch- und Apfelbäume haben schon größere Schäden wegen der zum Teil frostigen Temperaturen in der Nacht und am Tag wird es auch nicht viel besser.

Wegen der weiteren Wetteraussichten und der auf der heutigen Tour gemachten Erfahrungen findet am 15.04.21 keine geführte Tour statt. Es darf aber natürlich jeder Teilnehmer eine Kompensationsrunde der eigenen Nase nach machen. Andererseits bedarf auch das Material einer Wartung in Vorbereitung auf die nächste Tour am Freitag. Diese Tour ist zwar nicht so lang, zeichnet sich aber durch ein Feuerwerk an Höhenmetern aus. Die Empfehlung des Hauses lautet: „Alpenübersetzung“, das ist mal eine Ansage! Bis dahin eine gute Regeneration und eine große Portion Wärme…

13.04.2021 – „Welzheimer Wald mit Wieslauftal“
Auf der Tour durch den „Welzheimer Wald mit Wieslauftal“ bot sich den sechs Teilnehmenden einiges interessantes, insbesondere auch in Bezug auf das Wetter. Bei ziemlich frischen +4 Grad mit viel Sonne am Start entwickelten sich die Temperaturen nicht wesentlich nach oben, maximal +8 Grad waren drin. Weitere Wetterkapriolen zeigten sich in Höhe Burgholz bei Welzheim, wo ein Graupelschauer und Schneefall die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ereilte. Das kann jedoch die erfahrenen Radlerinnen und Radler nicht erschüttern, es wird einfach zwischen den Graupelkörnern und Schneeflocken hindurch gefahren. Ein weiterer Punkt für das Mentaltraining bildete der eisige Gegenwind. So war man denn froh, wenn man wieder über einen Hügel fahren durfte – was ja sonst nicht sooo beliebt ist. Und von den Hügeln gab es einige zu erklimmen, so dass die Radlerheizung im Prinzip dauernd auf Wohlfühltemperatur lief. Bis zum Streckenkilometer 60 gab es bereits die meisten Höhenmeter der insgesamt 1500 Hm. Aber, alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben die Tour mit Bravour gemeistert. Ein Beweisfoto mit den drei Kaiserbergen im Hintergrund findet sich am Ende des Artikels.

Da alle nun gut eingefahren sind, geht es auch schon morgen am 14.04.2021 auf die nächste Tour: „Weinsberger Tal und Waldenburger Berge“. Diese Tour kann man auch als die Königsetappe der Tourenfolge bezeichnen, es stehen ca. 150 km bei rund 1800 Hm auf dem Plan. Bislang haben sich alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer der heutigen Tour die Teilnahme für morgen bereits in auf den Plan geschrieben. Wegen der Streckenlänge sollte etwas mehr Proviant mitgenommen werden, damit immer genug Treibstoff bereit steht.

12.04.2021 – Ruhetag

11.04.2021 – „Fünf-Landkreise-Tour“
Am 11.04.2021 machten sich kurz nach 9.00 Uhr die Radlerinnen und Radler auf die anspruchsvolle Tour durch gleich fünf Landkreise. Auf dieser Tour sollten 115 km mit mehr als 1800 Hm zusammenkommen. Die Beschaffenheit der Weg ließ stellenweise zu wünschen übrig – aber die erfahrenen Teilnehmer konnte das nicht erschüttern. Nach den gehäuften Höhenmetern mag so mancher da schon bei der Passage von „Grab“ entsprechende Gedanken gehabt haben, aber für ein Beweisfoto hat es immerhin noch gereicht, siehe unterhalb des Textes. Ein interessanter Punkt war, dass auch die eigentlich ortskundigen Fahrerinnen und Fahrer dennoch neue Streckenabschnitte kennen lernen konnten – von alleine kommt man ja nicht auf die Idee, auf der gewohnten Strecke mal anders abzubiegen. Das haben wir ja noch nie gemacht! :-)

Nach der bislang längsten Tour ist eine Ruhepause angesagt, die am Montag, 12.04.2021 eingelegt wird. Auch Petrus sieht das so und passt das Wetter an den Ruhetag mit Hilfe von Regen, Schnee und Graupelschauer bei niedrigen Temperaturen an.

10.04.2021 – „Entlang von Murr, Lauter, Brettach, Rot und Weissach“
Am Samstag ging es, anders als ursprünglich angekündigt, auf eine Tour, die dem Wetter angepasst, sich mit Wasser befasst: die Tour „Entlang von Murr, Lauter, Brettach, Rot und Weissach“ mit ca. 110 km Strecke bei 1350 Hm. Es fanden sich sechs Teilnehmer, die die Herausforderung mit der Strecke sowie dem angekündigten Wetter annahmen. Die Erwartungen wurden auch voll erfüllt, es gab im Bereich von Wüstenrot ein paar Spritzer von oben, aber das war es dann auch schon. Im Brettachtal ging es dann wieder trocken weiter, auch die Aussicht von Kornberg ins Rottal konnte trocken genossen werden. Zum Schluss kam auf der Auffahrt nach Siebenknie sogar die Sonne zum Vorschein, um sich das Treiben anzuschauen. Dabei schmolzen sogar die Kalorien vom vorher in Murrhardt nachgetankten Eis restlos dahin.

Die Aussichten auf Sonntag sind verheißungsvoll, die Temperaturen von 9 °C bis 20 °C bei sonnigem, trockenem Wetter. Ideale Voraussetzungen um die „Fünf-Landkreise-Tour“ mit ihren ca. 115 km und 1600 Hm anzugehen. Häufiges auf und ab sind typisch – aber machbar. Die GPX-Datei für die Tour wurde ja bereits verschickt und ist gültig.

09.04.2021 – Der Prolog zur Eröffnung
Am 09. April 2021 wurde mit einem Prolog über angesagte ca. 50 km und real gefahrenen ca. 62 km mit 1000 Hm – nach einer kurzen Absprache – in kleinem Rahmen die Tourenwoche gestartet. Ganz eilige Radler wollten schon um 9.00 Uhr starten – aber da war der Rest noch nicht wirklich fahrbereit.

In den nächsten Tagen wird dann der übliche Rhythmus mit Tourenstart um 9.00 Uhr bis 9.30 Uhr in Cottenweiler im Bereich der Parkplätze bei der Seeguthalle eingehalten – vorausgesetzt, das Wetter spielt mit. Ein wesentlicher Punkt ist, neben der individuellen Kondition, auch nach wie vor das Einhalten der aktuellen Corona-Regelungen - auch, wenn man es eigentlich nicht mehr hören möchte.

Dafür kann man auf den Touren neben dem eigenen Atem in den Anstiegen auch die Vögel, plätschernde Bächlein – oder einfach nur ein V8 auf Bewegungstour und den Wind fühlen und hören. Radfahren, ein Erlebnis für alle Sinne – das mit dem Schmecken kommt meist im Anschluss an die Tour.

Am Samstag, 10. April 2021, scheint sich das Wetter etwas zu bessern, verglichen zu den bisherigen Vorhersagen. Möglicherweise ist es während des Startkorridors von 9.00 Uhr bis 9.30 Uhr noch etwas feucht, aber dann sollen die angekündigten Niederschläge aufhören und mit 7 bis 15 °C werden annehmbare Temperaturen herrschen. Am Samstag steht die „Fünf-Landkreise-Tour“ auf dem Plan, die den lokalen Radlern relativ gut bekannt sein wird. Aber für die Kondition ist das eindeutig ein Pluspunkt. Es geht häufig hoch und runter, aber machbar. Dennoch kommen auf diese Art die ca. 1600 Hm auf der Tour zusammen.

Die aktuellen Streckendaten wurden per E-Mail an die Teilnehmer versendet.

Also denn, immer Sonne in den Speichen,
Euer Harald

Abteilung: