Radmarathon-Cup 2014 – Die Pflicht ist erfüllt, nun kann die Kür kommen

  • Posted on: 02.08.2014
  • By: Stefan Steuer

Nach dem Auftakt zum diesjährigen Radmarathon-Cup 2014 des BDR am 1. Mai in Ochtendung in der Eifel gab es für unsere beiden Marathonis Harald und Stefan viel zu tun. Die Serie von Marathonveranstaltungen, die im Rahmen dieser BDR Veranstaltung angeboten werden, bietet immerhin 16 Möglichkeiten, die Form zu testen bzw. auszubauen.

So kam für Stefan etwas überraschend die Teilnahme am '9. Belmer Radmarathon' der RRG Osnabrück. Nach einem trockenen Start am Morgen entwickelte sich das Wetter aber leider immer mehr in Richtung Freischwimmerabzeichen in Gold mit dem Fahrrad. Bei einer Streckenlänge von 207 Kilometern bei ca. 2000 Höhenmetern wurde der zackig gesteckte Kurs auch zackig abgekurbelt, nach 7:15 Stunden (bei 4:15 Stunden bei erhöhter Wasserzufuhr von oben) war die Rundfahrt samt dem Regen beendet.

Als nächste Station war der ERZtaler Radmarathon in Tharandt bei Dresden vorgesehen. Jedoch zeigten der Wetterbericht und die WebCams der Umgebung so etwas wie die Sintflut, die sich gerade dort ergoss. Daher entschieden unsere beiden Marathonis kurzfristig, dass das Wetter in Wenigumstadt (bei Großostheim / Aschaffenburg) sehr viel besser aussah. Und so fuhren Harald und Stefan die Bayrisch-Hessische Grenzfahrt des RSV 1896 Wenigumstadt e.V., bei sonnigem und trockenem Wetter. Die ausgesprochen gute Verpflegung und das alkoholfreie Zielbier in Verbindung mit dem Schweinebraten mit Brot taten das übrige zum gelungenen Abschluss der Tour nach Wenigumstadt, auch wenn es 'nur' ein ganz normaler Marathon war.

Das genaue Gegenteil zu Tharandt in Bezug auf das Wetter bildete diesmal der Rhön-Radmarathon. Ein Wochenende mit super Sonnenschein und Temperaturen bis 36 °C beim Marathon stand bevor. Am Samstagvormittag reisten Harald und Stefan schon zur gebuchten Unterkunft an. Um 9.00 Uhr ging es dann mit den Rädern in den Start-/Zielbereich des Rhön-Radmarathon, wo die Startunterlagen abgeholt werden konnten. Danach ging es über die 75 km Strecke durch die herrliche Landschaft der Rhön, da diese nicht in einer der Marathonstrecken enthalten war. Und schließlich ging es wieder zurück zur Unterkunft, wo der Abend bei gutem Essen und Hausbier einen gelungenen Abschluss fand. Am Sonntagmorgen war dann alles wie immer, um 6.00 Uhr begaben sich Stefan und Harald auf die Strecke des Classic Radmarathon mit 202 km und ca. 3400 Höhenmetern. Etwas abgekocht, aber zufrieden konnten Stefan und Harald auch diesen Marathon für sich verbuchen.

Als nächstes stand der Jura-Radmarathon in Lupburg in der Oberpfalz an. In der gewohnten Art und Weise wurde nach Lupburg verlegt und das Massenlager in der neuen Sporthalle bezogen. Da man nun schon gute Kontakte hatte, wurde mit dem Einverständnis des Hausmeisters mit Hilfe der großen Weichbodenmatten ein respektables Nachtlager für Stefan und Harald eingerichtet. Danach ging es auf Erkundungstour, die ersten 15 Kilometer bis zur Abzweigung Freudenricht standen zur Überprüfung an. Wieder zurück in Lupburg wurde noch ein gemütlicher Abend bei guter Verpflegung und in Gesellschaft begangen, bis die Nachtruhe angesagt war – schließlich war wie immer ein früher Tagesbeginn angesagt. So kam dann viel zu früh das Wecken am nächsten Morgen, samt Frühstück ab 5.00 Uhr und die Vorbereitung für die Startaufstellung ab 5.45 Uhr. Nachdem unser Mitfahrer Tom es auch noch pünktlich an den Start geschafft hatte, konnte es pünktlich um 6.00 Uhr auf die Strecke gehen. Wie auch im Vorjahr bildete sich eine schnelle erste Gruppe, die vergleichbar einer Büffelherde die Strecke unter ihre Räder nahm. Mit einem Affenzahn ging es so bis zur ersten Verpflegungsstelle in Hohenburg nach ca. 40 km, an der sich unsere beiden Marathonisti und ihr Begleiter dann aus der Gruppe verabschiedeten. Schließlich lagen noch 170 km vor ihnen. Der Rest des Tages verlief bei herrlichem Wetter wie es sich für einen guten Radmarathon gehört – bei guter Verpflegung und Sonnenschein durch die schöne Landschaft der Oberpfalz. Der Abschluss wurde in gewohnter Manier mit einem Zielbier begangen.

Der nächste Termin stellte für Stefan ein Heimspiel statt, der Phönix Extrem Marathon des RSF Phönix Riegelsberg e.V. im Saarland. Auch Harald nahm die Gelegenheit war, die Heimat von Stefan zu bereisen. Hier spielte das Wetter ebenfalls sehr gut mit. Während Stefan von seinen Eltern aus die 10 km Anreise direkt mit dem Rad vornahm, übernachtete Harald in der Massenunterkunft. Pünktlich um 6.00 Uhr ging es dann für 70 Marathonfahrer auf die Strecke, die das Saarland nach Norden durchquerte, einen kurzen Abstecher nach Hermeskeil in Rheinland-Pfalz machte und danach durch das Primstal, vorbei am Litermont ins Haustadter Tal und durch das Saartal den Rückweg nach Riegelsberg bildete. Auch hier konnte die erfolgreiche Teilnahme mit einem Zielbier und einer Portion Nudeln mit Hackfleischsoße gewürdigt werden.

Noch einmal Attacke war angesagt, diesmal in Haltingen bei Weil am Rhein. Es stand nun der Markgräfler Radmarathon des RSV Haltingen auf dem Programm. Das Wetter war etwas unsicher, sollte sich aber am Sonntag als brauchbar erweisen. Als Übernachtung wurde kurzfristig ein Hotel ca. 800 Meter vom Start-/Zielbereich ausfindig gemacht. Stefan machte Samstags noch eine kleine Erkundungstour nach Weil am Rhein und über die Dreiländerbrücke nach Huningue in Frankreich und zurück. Am nächsten Morgen ging es bei schönem und sonnigem Wetter gegen 6.30 Uhr auf die Strecke. Den ersten Abschnitt bildete eine 50 km lange Rollerstrecke, bevor es über Heitersheim ins Münstertal im Schwarzwald ging. Danach folgte die erste Härteprüfung für die Marathonisti, bei der es über die Auffahrt zum Stohren zum Schauinsland ging. Weiter führte die Strecke über den Notschrei und Todtnau in den Talkessel von Präg, von dort über Bernau zum Schluchsee, bevor es über St. Blasien durchs Albtal nach Süden ging. Von dort ging es bei Tiefenstein nach Rickenbach, wo am Horizont erste dickere Wolken auftauchten. Weiter ging es über Schopfheim, Wieslet und Tegernau zum sogenannten Lipple an der Ostseite des Blauen, der letzten Härteprüfung der Tour. An der dort eingerichteten letzten Verpflegungsstelle ereilte die Marathonisti das unvermeidliche: die Regenschleppe eines Gewitters im Nachbartal zog genau in die Richtung der letzten Abfahrt. Für das weitere Vorgehen gab es nun zwei Optionen: einmal an der Verpflegungsstelle warten oder unter der Regenschleppe hindurch fahren und so schneller wieder trocken zu werden. Nach den heißen Temperaturen des Tages entschieden sich die Marathonisti für diese Option. So ging es dann flüssigkeitsgekühlt bis Kandern, wo der Regen wieder aufhörte und die Sonne wieder zum Vorschein kam. Schon schnellten die Temperaturen wieder aus dem angenehmen Bereich hoch auf bis zu 33 °C, was das Abtrocknen auf dem letzten Streckenabschnitt zurück ins Ziel in Haltingen beschleunigte. Dort angekommen wurde das erfolgreiche Ende der Tour mit dem Zielbier und einer Bratwurst mit Kartoffelsalat begangen.

Zusammen mit dem Auftakt beim Josef-Oster-Radmarathon in der Eifel am 1. Mai haben unsere beiden Marathonisti Harald und Stefan ihre Pflicht erfüllt, nun kann die Kür beginnen. Die Belohnung für die Wertungsfahrer Harald und Stefan für die Teilnahme am Radmarathon-Cup 2014 ist ihnen sicher. Für Stefan und Harald stehen nun noch ein paar weitere Marathon- und RTF-Touren an, die aber vom Wetter abhängig kurzfristig angegangen werden können. Es ist noch zu früh, um die Räder jetzt schon in den Keller zu stellen – schließlich besteht noch die Hoffnung, dass noch einige schöne Tage in diesem Jahr kommen werden... .

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